Wenn Ihr Kind bald 3 Jahre alt wird, stellt sich die Frage: Ist es vielleicht an der Zeit, sich vom Schnuller zu verabschieden? Dieses Alter wird oft von Fachleuten empfohlen, insbesondere um spätere Zahnprobleme zu vermeiden. Wenn Sie das Gefühl haben, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist (oder Ihr Kinderarzt Ihnen dies freundlich zu verstehen gegeben hat), keine Panik: Wir begleiten Sie bei diesem großen Schritt ... ohne die (so hart erkämpfte) Ruhe zu Hause allzu sehr zu stören.
Keine Schuldgefühle entwickeln
Zunächst einmal sollten Sie sich keine Schuldgefühle machen. Ja, Ihr Kind hat einen Schnuller, und nein, das ist kein Drama! Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Saugen das Risiko des plötzlichen Kindstods verringert. Außerdem löst es die Ausschüttungvon Endorphinen aus – den berühmten Wohlfühlhormonen –, die beruhigen, trösten und sogar dabei helfen können, vor dem Essen Geduld zu bewahren. Der Schnuller ist also ein beruhigender Bezugspunkt, vor allem, wenn Sie nicht sofort verfügbar sind.
Und das ist noch nicht alles: Indem sie ihm hilft,sich selbst zu beruhigen, kann sie auch den Schlaf fördern. Manche Kinder schaffen es so, zwischen zwei Schlafphasen von selbst wieder einzuschlafen.
Ja, irgendwann muss man sich davon trennen – insbesondere, um Zahnprobleme zu vermeiden und das Sprechenlernen nicht zu behindern –, aber seien Sie unbesorgt: Alle Kinder schaffen das. Und alle Eltern auch. Versprochen, Sie werden das ganz sicher gut hinbekommen.
In welchem Alter sollte man mit dem Schnuller aufhören?
Fachleute für frühkindliche Entwicklung empfehlen im Allgemeinen, die Verwendung des Schnullers im Alter von etwa zwei Jahren einzuschränken und zwischen drei und vier Jahren ganz einzustellen.
Der Vorteil ist, dass Ihr Kind mit etwa 3 Jahren besser versteht, was vor sich geht. Es kann aktiv an dieser Phase teilnehmen, was die Dinge oft einfacher (und manchmal sogar ein wenig spielerisch) macht. Wenn Sie es früher schaffen, umso besser. Aber wenn es etwas länger dauert, machen Sie sich keine Sorgen: Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo, und das ist völlig normal.
Wie kann man das Nuckeln abgewöhnen?
Sanft vorgehen, ohne zu drängen
Laut Yvonne Coinçon, Kinderpsychiaterin und Mitglied der Vereinigung der Kinder- und Jugendpsychiater (API), geht es nicht darum, dem Kind den Schnuller brutal wegzunehmen, sondern vielmehr darum, Grenzen zu setzen. Seine Verwendung wird vor allem dann problematisch, wenn sie systematisch erfolgt oder das Kind isoliert.
Oft sind es die Eltern, die am meisten darauf bestehen! Wir geben sie, ohne dass sie verlangt wird, um eine Krise zu vermeiden oder eine Wartezeit zu überbrücken (im Auto, beim Arzt, beim Einkaufen ...). Bevor Sie also darüber nachdenken, sie ihm wegzunehmen, beobachten Sie zunächst Ihre eigenen Reflexe: Wann bieten Sie sie ihm an? Wie sehr verlangt er sie wirklich?
Der beste Ansatz bleibt ein schrittweises Vorgehen
Beginnen Sie damit, den Schnuller nur zum Schlafen zu verwenden. Wenn er fester Bestandteil des Schlafrituals ist, sollten Sie ihn nicht abrupt wegnehmen. Sobald Ihr Kind eingeschlafen ist, können Sie ihn jedoch vorsichtig entfernen (vielleicht tut es das sogar schon von selbst!).
Unser Favorit: das Set „Ma Boîte Stop Tétine” (Meine Box zum Abstillen vom Schnuller)
Um diesen wichtigen Schritt sanft (und mit einem Hauch von Magie) zu begleiten, haben wir uns für Ma Boîte Stop Tétine von La Tribu Happy Kids entschieden.
Das Prinzip? Dem Kind ein kleines, sinnvolles Ritual anbieten, das ihm hilft, sich in seinem eigenen Tempo vom Schnuller zu lösen. Mit Reimen, illustrierten Karten, Aufklebern und sogar einer hübschen Postkarte wird es Schritt für Schritt mit einfachen, beruhigenden Worten zu dieser symbolischen Trennung geführt. Es ist ein echter Moment des Miteinanders, den man gemeinsam als Familie erleben kann.
Dieses spielerische, wohlwollende und unglaublich clevere Tool verwandelt einen manchmal gefürchteten Meilenstein in eine schöne Erinnerung. Und das verändert alles!
Lernen Sie, mit Frustration umzugehen (Ihrer eigenen… und seiner)
Wenn Ihr Kind nach seinem Schnuller verlangt, versuchen Sie, seine Aufmerksamkeit sanft abzulenken: mit einer kleinen Aktivität, einer Geschichte, einer Umarmung oder sogar einem kleinen Snack (alle Mittel sind recht!). Ja, das kostet Sie etwas Energie – manchmal sogar viel –, aber mit der Zeit bringen Sie Ihrem Kind bei, schwierige Emotionen ohne externe Hilfe zu bewältigen. Das Ergebnis: ein Kind, das seine eigenen Ressourcen entwickelt ... und Eltern, die stolz sagen können: „Ich schaffe das.“
Beziehen Sie Komplizen mit ein
Eltern, Großeltern, Geschwister, Kindermädchen... alle müssen mitmachen. Gemeinsam lassen sich neue Gewohnheiten leichter etablieren. Wenn Ihr Kind zur Schule geht, sprechen Sie mit der Lehrerin darüber: Manche haben großartige Ideen, wie zum Beispiel den berühmten „Schnuller dem Weihnachtsmann geben” oder die „Schnullerbox” in der Klasse. Und manchmal wirkt das wie Zauberei!
Kein Druck, nehmen Sie sich Zeit. Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, in seinem eigenen Tempo, mit Zuversicht und Wohlwollen vorzugehen. Eines Tages werden Sie vielleicht ohne Vorwarnung einen vergessenen Schnuller am Fußende des Bettes oder unter einem Möbelstück finden ... Verstaubt, ein wenig traurig, aber endgültig zurückgelassen. Und dann werden Sie wissen: Mission erfüllt.